Rostock schließt sich im Februar der bundesweiten Kampagne FAIRBRUARY an. Vier Wochen lang ruft die Aktion dazu auf, bewusster einzukaufen und sich für fair gehandelte Produkte zu entscheiden. Ziel ist es, Verbraucher:innen für die Wirkung ihrer täglichen Kaufentscheidungen zu sensibilisieren – denn fairer Konsum kann die Lebensbedingungen von Menschen in den Anbauländern spürbar verbessern.
Plakate in der Rostocker Innenstadt machen auf fair gehandelten Kaffee, Blumen und Kakao aufmerksam, die mittlerweile in nahezu jedem Supermarkt erhältlich sind. Doch Fairtrade geht über Lebensmittel hinaus: Auch bei Kleidung, Taschen und Kosmetik lohnt sich der Blick auf faire und ökologische Produktion. In Rostock gibt es einzelne Läden, die genau darauf setzen – mit persönlicher Beratung und transparenten Lieferketten.
Doch sinkende Kaufkraft und verändertes Einkaufsverhalten belasten diese Geschäfte. „So verständlich und bequem digitales Shopping ist – für kleine, werteorientierte Läden wie unseren wird es dadurch immer schwieriger, wirtschaftlich zu bestehen und mit den steigenden Anforderungen Schritt zu halten.“, so Sten Dumaschefski, Inhaber des Modeladens Oikos ecofashon im Barnstorfer Weg. Er sieht sich gezwungen, seinen Laden nach sieben Jahren zu schließen. Mit Oikos und Fernblau verschwinden aus diesen Gründen gleich zwei Geschäfte, die in Rostock für hochwertige, fair produzierte Mode stehen. Im FAIRBRUARY werden wir deshalb auf Instagram Rostocks einzigartige Läden mit fairem Angebot in den Fokus rücken.
. Dass die Kampagne bundesweit Wirkung zeigt, belegen die Zahlen aus dem Vorjahr: Laut einer YouGov-Umfrage stiegen die Verkäufe von Fairtrade-Produkten im Februar 2025 im Vergleich zum Januar um 25 Prozent, die Zahl der Käufer:innen wuchs um sechs Prozent.
„Je mehr Menschen sich bewusst für Fairtrade-Produkte entscheiden, desto größer ist die Wirkung in den Anbauländern – durch stabile Mindestpreise, zusätzliche Prämien und bessere Zukunftsperspektiven für ganze Gemeinden.“ erklärt Benjamin Drösel, Vorstand von Fairtrade Deutschland. Neben Fairtrade Deutschland beteiligen sich auch Organisationen aus Österreich, Belgien, Irland, Dänemark, Tschechien und der Schweiz am FAIRBRUARY.








