Jetzt ist deine Zeit: Werde zur Stimme des Wandels!

Zur Kampagne der Fashion Revolution Week

Am 24. April 2013 stürzte in Bangladesh die fünfstöckige Rana-Plaza-Textilfabrik ein. Das Unglück forderte 1.124 Leben und noch mehr Verletzte. Seither wird der Jahrestag der Tragödie dafür genutzt, um im Rahmen der Fashion Revolution Week auf Missstände der Textilindustrie hinzuweisen.

Gegründet wurde die „Fashion Revolution“-Bewegung 2013 in England. Sie schafft mehr Solidarität mit und soziale Gerechtigkeit für Produzent:innen sowie Transparenz in der Modeindustrie. Sie entwickelte sich zu einer der größten NGOs im Modebereich und spannt ein Netzwerk aus Aktivist:innen, Produzent:innen und Modelabels in über 88 Ländern. Neben der Fashion Revolution Week gibt es viele weitere Instrumente, mit denen die Fashion Revolution vorangetrieben wird, dazu zählt z.B. der Fashion Transparency Index.

Wir vom Eine-Welt-Landesnetzwerk M-V e.V. rufen alle Menschen, Vereine und Institutionen dazu auf, zur Fashion Revolution Week im April eine Aktion, eine Challenge oder ein Projekt zu organisieren.

Wie kann man sich kreativ und öffentlichkeitswirksam der Problematik „Fast Fashion“ nähern? Wie können wir etwas dagegenausrichten?
Oft fühlen wir uns ohnmächtig wenn wir auf die menschenunwürdigen Produktionsbedingungen und verheerenden Umweltauswirkungen blicken. Vor jeder großen Bewegung steht der Schock. So auch hier, als 2013 in Rana Plaza einstürzt und tausende Textilarbeiterinnen unter sich begräbt. Und mit diesem tragischen Ereignis die Ungerechtigkeiten auf der anderen Seite der Welt aufdeckt. Ja, wir Konsument:inne haben eine Macht, wir können solidarisch sein und fair handeln. Aber auch die Verantwortlichen müssen zu Transparenz und der Einhaltung von Menschenrechten verpflichtet werden.

Was bedeutet Mode für uns? Was bedeutet es für dich, Kleidung zu kaufen?
Wir glauben, dass wir im kleinen, in unserer unmittelbaren Umgebung anfangen müssen und können, um eine Veränderung zu bewirken. Wir können aber auch Vorbild sein. Solidarität und Reflektion sind der erste Schritt. Gegen diese Ohmacht hilft nur der Mut, die eigene Wut in Kraft zu verwandeln. Im Sinne von Reduzieren – Reparieren – Recyceln – Rebellieren wollen wir ermutigen, neue Arten des Modekonsums zu erforschen. Du findest dafür Inspiration in unserem Ideenpool.

Wissen ist Macht – Wissen schaftt Bewusstsein.
Wir müssen verstehen, welcher Aufwand hinter der Kleidung steckt, die wir tragen bzw. oftmals nicht tragen. Durch wie vielen Hände sie geht, bis sie in unseren landet, wie viel Energie und Rohstoffe darin stecken. Dann erfahren wir eine neue Wertschätzung. Dann ist der Wert der Kleidung mehr, als die Zahl auf dem Preisschild. Dann ist eine Marke mehr als ein Image. Dann ist Mode wieder ein Ausdruck von Identität und Werten. Dann wollen wir Kleidung möglichst lange tragen und behandeln sie auch so. Dann wollen wir ein Kleidungsstück liebevoll weitergeben, statt es zu entsorgen. Dann wollen wir lernen, es zu reparieren oder in anderer Form weiter zu benutzen.

Wir alle brauchen Kleidung, egal ob zum Schutz, zum Ausdruck von Geschmack, zur Identifizierung mit einer Gruppe oder in seiner rein funktionalen Form. Nur, wie viel brauchen wir davon? Selbst wenn ab sofort kein einziges Kleidungsstück mehr produziert wird, würde die Masse der bestehenden Kleidung reichen, um die ganze Welt 10-15 Jahre lang einzukleiden.

Hier findest du zahlreiche Möglichkeiten, wie du aktiv werden kannst.

Die Textilindustrie stellt uns vor viele Fragen und Herausforderungen, globaler und persönlicher Art. Mode geht uns alle irgendwie an und niemand kann sich dem entziehen. Daher düren wir niemals unterschätzen, wie groß die Marktmacht jeder einzelnen Person ist. Wie mächtig die Kraft sein kann, miteinander zu teilen, voneinander zu lernen und gemeinsam für Menschenrechte, Umweltschutz und eine faire Textilwirtschaft zu kämpfen.

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